Benchmarkstudie zum Abfallaufkommen in Krankenhäusern

von | Aug. 22, 2024

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1,7 Millionen Euro investiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in eine Benchmarkstudie, um das Abfallaufkommen in Krankenhäusern zu reduzieren.

 

Es sind vor allem die vielen Einwegprodukte, die das Gesundheitswesen zu einem der größten Abfallproduzenten Deutschlands machen. Eine mit 1,7 Millionen Euro von Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Benchmarkstudie soll nun Wege finden, wie Einmalgebrauchsprodukte weitgehend klimafreundlich und stofflich hochwertig wiederverwertet werden können. Ziel ist es, solche Verwertungsmöglichkeiten vor allem für Produkte mit hohem Kunststoffanteil zu entwickeln, praxisnah zu demonstrieren und unter ökonomischen sowie ökologischen Aspekten zu bewerten.

Durchgeführt wird die Studie von der Forschungsstelle „Kreislaufwirtschaft im Gesundheitswesen“ unter Leitung von Professor Dr. Jörg Woidasky an der Hochschule Pforzheim. Die Wissenschaftler werden dafür die Abfalldaten von Kliniken erfassen und mit standortspezifischen Strukturdaten verknüpfen. Teilnehmenden Krankenhäuser haben somit den Vorteil, ihre Abfallkennzahlen mit anonymisierten Kennwerten anderer Einrichtungen zu vergleichen und Handlungspotenziale zu identifizieren. „Die gewonnenen Daten liefern uns wertvolle Erkenntnisse über die Abfallarten und -mengen, die in Krankenhäusern anfallen, sowie über die Faktoren, die die Abfallentstehung begünstigen. Diese Analysen können unserer Forschungsstelle zukünftig dabei helfen, geeignete Maßnahmen und Optimierungspotenziale im deutschen Gesundheitswesen zu identifizieren“, erklärt Franziska Zecha, Projektmitarbeiterin und Doktorandin.

Für Kliniken ist die Studienteilnahme kostenfrei und wird durch das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) im Rahmen des Verbundforschungsvorhabens „Medizinische Einmalgebrauchsprodukte in der Kreislaufwirtschaft (MEiK)“ unterstützt. In diesem Vorhaben arbeitet die Hochschule Pforzheim gemeinsam mit den Medizinprodukteherstellern B. Braun, Carl Zeiss Meditec und Harro Höfliger, dem Klinikum Lüneburg und dem Entsorgungsunternehmen Remondis Medison GmbH, der htw Saar sowie weiteren assoziierten Partnern zusammen.

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