Bayer erweitert seine Pharmasparte um den amerikanischen Augenheilkunde-Spezialisten Perfuse Therapeutics.
Bayer kauft in den USA zu und erweitert damit seit langem die Pharmasparte wieder. Konkret geht es um die vollständige Übernahme von Perfuse Therapeutics, die vor allem mit ihrem Prüfpräparat PER-001 das Interesse der Leverkusener geweckt haben. Hinter dem Kürzel steckt ein niedermolekularer Endothelinrezeptor-Antagonist, der sich derzeit in der klinischen Entwicklung in der Phase II befindet. PER-001 soll perspektivisch zur Behandlung von Glaukom und diabetischer Retinopathie eingesetzt werden und genau das ist für Bayer interessant. Beim Glaukom, auch als grüner Star bezeichnet, gibt es einen ungedeckten medizinischen Bedarf von weltweit bis zu 80 Millionen Menschen. Bei der diabetischen Retinopathie ist die potenzielle Zielgruppe mit etwa 146 Millionen Menschen noch größer.
„Wir sind begeistert von der Arbeit des Teams von Perfuse Therapeutics und ermutigt durch das Potenzial von PER‑001“, sagte Juergen Eckhardt, M.D., Leiter Business Development and Licensing bei Bayer Pharmaceuticals. „Mit dieser Übernahme nutzen wir unsere Expertise in der Augenheilkunde und ergänzen unsere Pipeline. Damit bekräftigen wir unser Engagement, dringend benötigte Therapien für Patienten zu entwickeln.“
„Ich bin sehr stolz auf das, was das Perfuse Team erreicht hat, und zutiefst dankbar gegenüber all unseren Investoren und Partnern,“ sagte Sevgi Gurkan, MD, Gründerin und CEO von Perfuse Therapeutics, Inc. „Die Vision von Bayer deckt sich eng mit unserer, und das Unternehmen verfügt über die Größe und globalen Ressourcen, um das volle Potenzial von PER-001 auszuschöpfen und den Verlauf menschlicher Erblindung zu verändern. Wir sind sehr gespannt darauf, unsere Mission mit noch größerer Dynamik fortgesetzt zu sehen.“
Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung hat die Transaktion ein gesamtes potenzielles Volumen von bis zu 2,45 Milliarden US-Dollar. Dieses umfasst eine Vorauszahlung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar sowie zusätzliche Entwicklungs-, Zulassungs- und kommerzielle Meilensteinzahlungen, die an das Erreichen festgelegter Erfolgskriterien geknüpft sind.
Die Übernahme muss nun noch kartellrechtlich genehmigt werden und auch die Perfuse-Aktionäre müssen noch zustimmen.



