Baden-Württemberg: Eine der effizientesten Krankenhauslandschaften

von | Jan. 16, 2025

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Das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg veröffentlicht ein Gutachten zur Krankenhauslandschaft als Grundlage für Krankenhausplanung.

 

„Die Medizinische Versorgung in Baden-Württemberg befindet bereits auf einem sehr guten Niveau“, freut sich der dortige Gesundheitsminister Manne Lucha. Als Beleg dafür zieht er ein nun veröffentlichtes Gutachten heran, dass sein Ministerium als Grundlage für die von der Krankenhausreform angestoßene Krankenhausplanung beim Beratungsunternehmen Partnerschaft Deutschland in Auftrag gegeben hatte.

Es enthält unter anderem eine Ist-Analyse der Krankenhausversorgung in Baden-Württemberg. Dafür wurden die Leistungsgruppen, die in dem am 12. Dezember 2024 in Kraft getretenen Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG) enthalten sind, auf die derzeitige Krankenhauslandschaft Baden-Württembergs übertragen. Diese Leistungsgruppen werden künftig die derzeitigen Fachabteilungen in den Krankenhäusern ablösen.

Darüber hinaus wurden von den Gutachtern auch spezielle Themen wie die geburtshilfliche und geriatrische Versorgung analysiert. Auch eine Prognose hinsichtlich zukünftiger stationärer Versorgungsbedarfe bis 2035 wurde erstellt. Zudem wurde im Gutachten die Verzahnung von rettungsdienstlicher mit stationärer Versorgung analysiert.

Trotzdem noch Luft nach oben

„Das Gutachten weist aber auch darauf hin, dass es in manchen Bereichen Nachsteuerungsbedarf gibt, um weiter eine hohe Versorgungsqualität zu gewährleisten und auch in Zukunft eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen“, betont Lucha. Und genau dafür will man jetzt in Regionalgespräche gehen. Insgesamt sechs seien geplant, heißt es vom Ministerium. Erste Gespräche habe es bereits gestern in Stuttgart und Tübingen gegeben. Die weiteren in Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe und Ulm sollen im Laufe des Januar fortgesetzt werden.

Derzeit gibt es 232 Krankenhausstandorte in Baden-Württemberg zeigt das Gutachten. Pro 100.000 Einwohner standen 2022 478 Betten zur Verfügung. Bundesweit sind es 573. Auf 1.000 Einwohner kommen 166 Krankenhausfälle, im Bund sind es 210. Auch die Erreichbarkeit für die Bevölkerung sei gut. Dennoch lag die Bettenauslastung 2022 bei nur 70 Prozent (Bundesschnitt 69 Prozent).

Ziel ist es, die Quote der ausgelasteten Betten in baden-württembergischen Kliniken auf 85 Prozent zu steigern. Im Gutachten heißt es, dass dafür zwischen 1.900 und 8.800 stationäre Betten wegfallen könnten – abhängig vom Grad der Ambulantisierung, der im Bundesland erreicht werden kann.

Die Erkenntnisse und Empfehlungen des Gutachtens werden in den neuen Landeskrankenhausplan einfließen, der derzeit vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration in enger Abstimmung mit dem Landeskrankenhausausschuss erarbeitet wird.

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