Axa Mental Health Report: psychische Verfassung in Deutschland nicht gut

by | Mar 7, 2024

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Vor allem Frauen leiden deutlich öfter unter Depressionen, Angst- oder Essstörungen und anderen psychischen Erkrankungen.

 

Deutlich mehr Frauen als Männer in Deutschland bewerten ihre psychische Verfassung als nicht gut, während es bei der Einschätzung der physischen Gesundheit keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt. Rund die Hälfte der Frauen (49 Prozent) aber nur vier von zehn Männern (39 Prozent) geben an, dass ihre psychische Verfassung durchschnittlich, schlecht oder sehr schlecht ist. Bei der Einschätzung der physischen Gesundheit hingegen geben beide Geschlechter beinahe zu gleichen Teilen (49 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer) an, bei guter oder sehr guter physischer Gesundheit zu sein. Zu diesen Ergebnissen kommt der vierte AXA Mental Health Report.

Ein Drittel der Frauen (33 Prozent) aber nur gut jeder Vierte Mann (28 Prozent) sagen, dass sie aktuell unter Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Zwangsneurosen oder anderen psychischen Erkrankungen leiden. Dabei sind es insbesondere junge Frauen, die von psychischen Leiden betroffen sind. 40 Prozent der 18 bis 34-jährigen Frauen geben an, aktuell mental erkrankt zu sein. Bereits im vergangenen Jahr war diese Gruppe mit 41 Prozent die am meisten betroffene.  Auch geben mehr Frauen (41 Prozent) als Männer (31 Prozent) an, in der Vergangenheit psychisch erkrankt gewesen zu sein.

„Frauen haben statistisch gesehen eine höhere Vulnerabilität, das heißt, ihre Anfälligkeit für äußere Einflüsse und psychische Erkrankungen ist insgesamt höher. Einen medizinischen Grund gibt es dafür nicht. In der Praxis begegnen mir häufig Frauen, die zum Beispiel deutlich vom Mental Load, der mentalen Belastung durch dauerhaftes Organisieren und Erfüllen alltäglicher Aufgaben, betroffen sind“, kommentiert Dr. Deniz Kirschbaum, praktizierende Psychotherapeutin für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, die Studienergebnisse.

Die erhöhte Belastung von Frauen zeigt sich auch im erhobenen Stresslevel. Während das Stresslevel der letzten zwölf Monate auf einer Skala von eins bis zehn unter Frauen bei durchschnittlich 5,8 lag, erreicht die Skala bei Männern lediglich 5,3. Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt des Stresslevels liegt bei 5,6. Eine besonders gestresste Gruppe umfasst Menschen, die in Teilzeit arbeiten. Bei ihnen liegt das Stresslevel bei durchschnittlich 6,2. Betrachtet man in Teilzeit arbeitende Frauen, liegt der Wert nochmals höher.

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