Ausverkauf bei Pharma-Titeln

by | Jan 30, 2024

Anhoren

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Es war ein schwarzer Dienstag für Aktien aus der Pharma-Branche. Viele DAX-Werte gaben deutlich nach.

 

Schadenersatzklagen in den USA können Erdrutsche auslösen – und genau das ist gestern im Fall des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer passiert. Zwar hat ein Sprecher bereits Berufung angekündigt, dennoch haben die US-Geschworenen den Konzern zunächst zur höchsten Schadenersatz-Zahlung in Prozessen zum Unkrautvernichter Glyphosat verurteilt. 2,2 Milliarden US-Dollar stehen im Raum. Die Quittung gab es postwendend: Die Bayer-Aktie viel mit minus 1,6 Prozent auf 30,27 Euro und damit auf den niedrigsten Stand seit Ende 2005. Unsicherheit – hier vor allem ob des ungewissen Ausgangs eines möglichen Berufungsverfahrens und möglicher zusätzlicher Rückstellungen – lässt Anleger risikoavers werden. Zudem haben Analysten – darunter das US-Investmenthaus Wolfe Research – die Aktie auch auf „Peer Perform“ gesenkt.

Aus gutem Grund, wie die gestrigen Schlusskurse zeigten. Der Laborzulieferer Sartorius musste zeitweise ein Minus von 3,96 Prozent verkraften und liegt damit nur noch im unteren Drittel des DAX. Und auch für die Papiere des Chemie- und Pharmakonzerns Merck KGaA ging es abwärts, genauer gesagt um 2,9 Prozent auf 149,25 Euro. Damit ist die 200-Tage-Linie seit dem Frühjahr 2023 ein hartnäckiger Kurswiderstand für die Aktie. Gemeint ist der 200-Tage-Druchschnitt, auch gleitender Durchschnitt genannt, eine bekannte Kennzahl aus der Charttechnik, die durch die Glättung von Kursschwankungen Trends besser kenntlich machen soll.

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