Austrian Health Report: Zufriedenheit mit Versorgung steigt

von | Okt. 8, 2024

Anhoren

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Insgesamt sind die Menschen in Österreich mit ihrer Gesundheitsversorgung wieder deutlich zufriedener, zeigt nun der Austrian Health Report 2024/25.

 

Mehr Ärzte, kürzere Wartezeiten und eine hohe Versorgungssicherheit – das sind die Top-3-Forderungen der Österreicher an eine neue Bundesregierung. Gefragt hatte das Institut für empirische Sozialforschung IFES im Auftrag von Sandoz für den Austrian Health Report 2024/2025. Und das große Fazit lautet: Der Blick in die Zukunft wird beim Thema Gesundheit wieder optimistischer. Allerdings wächst auch die Angst für einer Zwei-Klassen-Medizin.

70 Prozent der Österreicher beurteilen ihren Gesundheitszustand als (sehr) gut. Das sei nicht nur eine Verbesserung gegenüber dem vergangenen Jahr, sondern ist ein Wert fast wie vor der Pandemie. Leicht verbessert hat sich auch die Einschätzung der psychischen Gesundheit: 68 Prozent fühlen sich mental (sehr) fit. Auffallend: Die Generation 60plus fühlt sich psychisch deutlich besser als die unter 30-Jährigen, bei denen nur 54 Prozent ihre psychische Gesundheit als (sehr) gut einschätzen. Ein knappes Viertel der Befragten blickt optimistisch in die gesundheitliche Zukunft.

Bessere Versorgung gewünscht

Allerdings müsse es laut 90 Prozent der Befragten deutlich mehr Ärzte im Lang geben. Nur so können Wartezeiten im Gesundheitswesen verkürzt und die Versorgung insgesamt verbessert werden. Das ist den Befragten (sehr) wichtig. Auch an Psychotherapeuten mangelt es aus Sicht von 86 Prozent der Menschen – das unterstreichen besonders Frauen und Menschen in urbanen Zentren.

Und die Österreicher wünschen sich eine starke Pharmabranche im Land. Weil rund die Hälfte der Bevölkerung täglich Medikamente einnimmt, ist es 89 Prozent der Menschen ein Anliegen, dass Medikamente auch in Österreich hergestellt werden. Sie sehen hier die Politik in der Verantwortung. Höhere Produktionskosten halten drei Viertel in diesem Zusammenhang für gerechtfertigt. Auffallend ist, dass 60 Prozent glauben, dass Medikamentenpreise, so wie Mieten, Gas- und Strompreise, jährlich an die Inflation angepasst werden.

Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung (57 Prozent) hat gleich viel Vertrauen in Generika wie in andere Medikamente, 68 Prozent vertrauen hier auf die Empfehlung von Ärzten. Bei gleicher Wirkung Generika verschrieben zu bekommen, finden 63 Prozent der Menschen gut.

Keine Zwei-Klassen-Medizin

Vielleicht auch deshalb sind wieder mehr Österreicher (51 Prozent) mit der heimischen Gesundheitsversorgung wieder (sehr) zufrieden, 44 Prozent auch mit der Zusammenarbeit des Gesundheitspersonals. Große Sorgen bereitet jedoch eine Zwei-Klassen-Medizin: Ein knappes Drittel (31 Prozent) meint, dass medizinische Versorgung nicht für alle leistbar ist, während fast die Hälfte (47 Prozent) findet, dass die Behandlungsqualität ungleich verteilt ist. Acht von zehn sind überzeugt, dass Menschen, die es sich leisten können, schneller behandelt werden.

„Die Menschen brauchen ein stabiles und verlässliches Gesundheitssystem, in dem alle den gleichen Zugang zu hochwertiger Behandlung und Therapie haben. Es gilt nun, das System für die Herausforderungen der kommenden Jahre in der Versorgung abzusichern“, betont Dr. Michaela Wlattnig, Leiterin der Patienten- und Pflegeanwälte Österreich. Und Dr. Naghme Kamaleyan-Schmied, Allgemeinmedizinerin und Vizepräsidentin der Ärztekammer Wien, ergänzt: „Zukünftig muss noch ein größerer Fokus auf das Thema Prävention gelegt werden, um die allgemeine und auch die psychische Gesundheit weiter zu stärken.“

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