2,2 Millionen Bupa-Versicherte bekommen kostenfreien Telehealth-Zugang für allgemeine medizinische Beratung, wiederkehrende Rezepte oder Überweisungen.
Drei Telehealth-Termine pro Person und Jahr bekommen die 2,2 Millionen Versicherten des australischen Krankenversicherers Bupa ab sofort kostenlos. Eingelöst werden können die Termine beispielsweise für allgemeine medizinische Beratungen, wiederkehrende Rezepte oder Überweisungen. Zehn Monate lange hatte man das Konzept über die eigene digitale Gesundheitsplattform Blua erprobt und offensichtlich für gut befunden. Denn die meisten Anrufe bei Blua-Online-Ärzten hätte es außerhalb der Geschäftszeiten gegeben. 72 Prozent der Fragen oder Probleme könnten bereits innerhalb des ersten Videotermins gelöst werden. In 15 Prozent der Fälle wurde den Patienten empfohlen, einen Hausarzt aufzusuchen, und nur in einem Prozent war es angeraten, sofort in die Notaufnahme eines Krankenhauses zu fahren.
„Es geht darum, die medizinische Versorgung rund um die Uhr zugänglich und erschwinglich zu machen und gleichzeitig die Notaufnahmen der Krankenhäuser in der Nachmittagszeit zu entlasten“, erklärt der klinische Direktor von Bupa, Dr. Simon Benson, den Vorstoß seines Hauses. Mit den bis zu drei kostenlosen Konsultationen pro Person und Jahr wolle man nun sicherstellen, dass die Australier die „richtige Versorgung am richtigen Ort und zur richtigen Zeit“ erhalten, ohne Abstriche bei Qualität und Sicherheit zu machen zu müssen.
Häufige Anfragen bei grippalen Infekten
Ferner sei man überzeugt, dass die Blua-Telemedizin auch eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Patienten spielen könne, die ansonsten lange auf einen Arzttermin warten müssen.
Die Daten aus zehnmonatigen Testphase würden jedoch auch zeigen, dass Konsultationen bei Husten, Fieber, Erkältung und Kopfschmerzen besonders häufig waren, gefolgt von Verschreibungen oder ärztlichen Attesten.
Mit Blua will der Versicherer und Versorgungsdienstleister außerdem Mehrwert bieten, in dem auch ein Lieferservice für Medikamenten mit angeboten wird. Sowohl beim telemedizinischen Angebot als auch bei Apotheken-Lieferservice gehe es um eine möglichst einfache, kostengünstige und dennoch personenzentrierte Versorgung, erläutert Dr. Benson. „Die Pandemie hat die Art und Weise verändert, wie die Menschen ihre Gesundheitsfürsorge in Anspruch nehmen wollen, und wir stellen sicher, dass das Angebot ihren veränderten Bedürfnissen nach Gesundheit und Wohlbefinden entspricht“, sagte er.
Er betont allerdings auch, dass man bei Bupa wisse, dass Hausärzte eine wichtige Rolle für Australiens primäres Gesundheitssystem spielen. Die neuen Dienstleistungen seien entwickelt worden, um das Gesundheitssystem zu unterstützen, und nicht, um Hausarztbeziehungen zu ersetzen.



