AstraZeneca: Starkes Momentum trotz Strafzöllen

von | Apr. 29, 2025

Anhoren

Teilen

 

Pharmakonzern AstraZeneca ist weiter auf Wachstumskurs. Ihre Q1-Zahlen halten die Briten für vielversprechend, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen.

 

Von einer „beispiellos katalysatorischen Phase“ spricht AstraZeneca CEO Pascal Soriot mit Blick auf die Q1-Zahlen, die er heute präsentieren konnte. „Unsere starke Wachstumsdynamik hat sich bis ins Jahr 2025 fortgesetzt“, sagt der französisch Pharmamanager, der seit 2012 an der Spitze des Konzerns steht. Und tatsächlich können sich die Quartalszahlen sehen lassen. Der Gesamtumsatz steigt um zehn Prozent auf 13,6 Milliarden Euro. Treiber sind jeweils ein zweistelliges Wachstum in den Bereichen Onkologie und Biopharma. Auch mit Blick auf die regionale Verteilung des Umsatzwachstums sei man zufrieden. In alle wichtigen geografischen Regionen konnte man zulegen. Damit steig der Kerngewinn je Aktie um 21 Prozent auf 2,49 US-Dollar.

„In diesem Jahr haben wir bereits fünf positive Phase-III-Studienergebnisse bekannt gegeben“, betont Soriot noch einmal mit Blick auf die Pipeline. Und man habe seit der letzten Ergebnisse 13 Zulassungen in wichtigen Regionen erhalten.

Auch deshalb hält AstraZeneca an den ehrgeizigen Wachstumszielen fest. Bis 2030 wollen die Briten einen Gesamtumsatz von 80 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Und laut Soriot mache man „hervorragende Fortschritte auf dem Weg zu diesem Ziel.“

Zollpolitik mit Auswirkungen

Vor dem Hintergrund der aktuellen Zollpolitik ist auch AstraZeneca fest entschlossen, in den USA zu investieren und zu wachsen. Grundsätzlich profitieren man aber von den breit gefächerten Einnahmequellen und der globalen Produktpräsenz.

Tatsächlich ist es China, wo AstraZeneca nach eigenen Angaben nun eine Strafe von bis zu acht Millionen US-Dollar zahlen muss, weil dort mutmaßlich Einfuhrabgaben nicht gezahlt wurden. Die Behörden in Shenzhen munieren eine offene Summe von 1,6 Millionen US-Dollar, was AstraZeneca „dem besten Wissen nach“ auf das Brustkrebsmitte Enhertu bezieht.

China ist nach den USA der zweitgrößte Markt für den Konzern, auf dem der Konzern seine Geschäftsaktivitäten ebenfalls stärken will. Allerdings lief es für AstraZeneca in China bisher eher holprig. Zum einen ist es nicht die erste Strafe im Zusammenhang mit Einfuhrabgaben, zum anderen wurde der damalige China-Chef im vergangenen Jahr festgenommen. Leon Wang soll in eine der größten Versicherungsbetrugsaffären der chinesischen Geschichte verwickelt sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Aus für Hybrid-DRGs

Ab 2028 soll es keine Hybrid-DRGs mehr geben. Bereits ab 2027 werden erste Änderungen greifen. Kritik kommt vom Spitzenverband der Fachärzte.

Ab 2028 soll es keine Hybrid-DRGs mehr geben. Bereits ab 2027 werden erste Änderungen greifen. Kritik kommt vom Spitzenverband der Fachärzte.