Astrazeneca setzt Einkaufstour fort

by | Mar 19, 2024

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Wie heute Nacht bekanntgegeben wurde, übernimmt der Pharmakonzern nun auch den im Nasdaq gelisteten Nuklearmedizin-Spezialisten Fusion Pharmaceuticals.

 

Nun füllt Astrazeneca auch die Onkologie-Pipeline über einen Zukauf auf. Das Übernahmeziel: Der Nuklearmedizin-Spezialist Fusion Pharmaceuticals. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung von Radiokonjugaten (RC) der nächsten Generation als Präzisionsmedizin. Ziel sei es, herkömmliche Behandlungsmethoden wie Chemo- oder Strahlentherapie durch die gezielten Behandlungen zu ersetzen.

Hier haben sich RC als vielversprechend herauskristallisiert. Diese Medikamente geben ein radioaktives Isotop direkt an die Krebszellen ab, indem sie mit Hilfe von Molekülen wie Antikörpern, Peptiden oder anderen kleinen Molekülen präzise ausgerichtet werden. Dieser Ansatz hat viele potenzielle Vorteile im Vergleich zur herkömmlichen Strahlentherapie, darunter die Minimierung der Schädigung gesunder Zellen und die Möglichkeit, Tumore zu erreichen, die mit externen Strahlen nicht erreichbar sind.

Onko-Pipeline füllt sich

Mit der Akquisition baut Astrazeneca sein Onkologie-Portfolio deutlich aus – gerade mit dem FPI-2265-Programm von Fusion Pharma, das bereits sehr weit fortgeschritten ist und eine potenzielle neue Behandlung für Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs verspricht. Das Programm befindet sich aktuell in einer Phase-2-Studie.

Abgewickelt wird der Kauf von einer Tochtergesellschaft von Astrazeneca, die den Fusiom-Aktionären 21 US-Dollar pro Aktie zuzüglich eines nicht übertragbaren bedingten Wertrechts von drei Dollar pro Aktie in bar zahlt, das bei Erreichen eines bestimmten regulatorischen Meilensteins fällig wird.

Der Vorab-Baranteil der Gegenleistung entspricht einem Transaktionswert von etwa zwei Milliarden US-Dollar, was einem Aufschlag von 97 Prozent auf den Schlusskurs von Fusion von 10,64 US-Dollar am 18. März 2024 und einem Aufschlag von 85 Prozent auf den volumengewichteten 30-Tage-Durchschnittskurs von 11,37 US-Dollar vor der Übernahme-Ankündigung entspricht. Zusammengenommen stellen die Vorauszahlung und die maximale potenzielle bedingte Wertzahlung, sofern sie erreicht werden, einen Transaktionswert von etwa 2,4 Milliarden US-Dollar dar, was einem Aufschlag von 126 Prozent auf den Schlusskurs, respketive 111 Prozent auf den 30-Tage-VWAP entspricht.

 

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