Im Maker- & Education Lab der Hochschule Merseburg können ältere Menschen, pflegende Angehörige sowie Fachkräfte ab sofort assistive Technologien live ausprobieren.
Welche neuen Technologien helfen im Alltag und unterstützen die Pflege? Das können alle Interessierten ab sofort Maker- & Education LAB (MEL) der Hochschule Merseburg live und in Farbe ausprobieren. Das Angebot richtet sich an ältere Menschen, pflegende Angehörige, Fachkräfte und Auszubildende im Gesundheitswesen sowie Studierende und Lehrkräfte.
Ausprobiert werden kann vom 3D-Druck über Therapieroboter, Smarte Medikamentenspender bis hin zur Virtual Reality alles, was der Markt derzeit zu beten hat. Schwerpunkt des MEL in Merseburg ist die Anwendungsentwicklung von Robotik und digitalen assistiven Systemen. Neben der Präsentation neuer Technologien geht es außerdem daruum, Nutzerinnen und Nutzer sowie Studierende und Unternehmen zusammenzubringen, um neue Lösungen praxisnah zu erproben. Bildung, Austausch und Innovation sollen im Innovationslabor unmittelbar ineinandergreifen.
Aktiv mitgestalten
Das Besondere am Standort Merseburg ist dabei der partizipative Ansatz: Pflegekräfte, Pflegebedürftige und Angehörige können ihre Erfahrungen und Bedarfe einbringen und so Impulse für die Entwicklung neuer technischer Lösungen geben. Das MEL dient als Ort, an dem unterschiedliche Perspektiven aus Praxis, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenfinden. Ergänzt wird das Lab durch einen Werkstattbereich (Maker-Space), in dem sich Besucherinnen und Besucher über den Ansatz des „Making“ experimentell mit technischen Lösungen im kleinen Maßstab auseinandersetzen können.
Das MEL ist Teil der Innovationsregion für digitale Transformation der Pflege und Gesundheitsversorgung (TPG) im Mitteldeutschen Revier Sachsen-Anhalt. Die TPG vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, um digitale Lösungen entlang der gesamten Versorgungskette zu entwickeln, zu testen und in die Praxis zu überführen. Mit fünf Maker- und Education Labs im südlichen Sachsen-Anhalt stärkt die TPG die regionale Gesundheitswirtschaft und macht das Mitteldeutsche Revier zur Modellregion für digitalisierte Pflege- und Versorgungsprozesse. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Klassisches Win-Win
Das Lab richtet sich bewusst nicht nur an Fachpublikum. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich hier über technische Unterstützungsmöglichkeiten im Pflegealltag informieren und diese ausprobieren – etwa, wenn Angehörige nach Lösungen zur Sturzprävention oder nach digitalen Hilfsmitteln für die häusliche Pflege suchen. Gleichzeitig erhalten Hochschule und Unternehmen wertvolle Rückmeldungen von zukünftigen Anwenderinnen und Anwendern. Auf diese Weise trägt das MEL dazu bei, Berührungsängste gegenüber neuen Technologien abzubauen und die Akzeptanz digitaler Lösungen in Pflege und Gesundheitsversorgung zu erhöhen.
„Im Maker- & Education Lab kann jede und jeder in Merseburg erleben, wie Zukunftstechnologien unseren Alltag in Pflege und Gesundheit erleichtern können – zum Anfassen, Ausprobieren und Kennenlernen. Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft zeigen diese Innovationen, wie wir Selbstständigkeit, Lebensqualität und eine gute Versorgung für möglichst viele Menschen auch in Zukunft sichern können“, betont Prof. Doreén Pick, Prorektorin für Forschung, Wissenstransfer und Existenzgründung an der Hochschule Merseburg.



