Asklepios mit soliden Geschäftszahlen 2023

by | Apr 26, 2024

Anhoren

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Leichte Umsatzsteigerungen, aber auch ein höherer Aufwand bei Material und Personal. Dennoch ist man bei Asklepios zufrieden mit den Ergebnissen und sieht sich auch für 2024 gut aufgestellt.

 

In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gibt es auch positive Nachrichten aus dem Kliniksektor. Die Asklepios Gruppe beweist mit soliden Geschäftszahlen für 2023 Resilienz. Der Umsatz konnte leicht von 5.290 Millionen auf 5.452,3 Millionen Euro gesteigert werden. Gleichzeitig stiegen allerdings auch Material- (um 54,8 Millionen Euro) und Personalaufwendungen (um 201,1 Millionen Euro), so dass sich beide Quoten auf 24,6, respektive 67,1 Prozent verschlechtert haben.

Bei Asklepios begründet man vor allem den personellen Mehraufwand mit dem Fachkräftemangel, dem man mit der Strategie auch international zu rekrutieren, entgegenwirke. Das Konzernjahresergebnis EAT betrug im Geschäftsjahr EUR 135,7 Mio. (2022: EUR 131,9 Mio.), die Marge lag wie auch im Vorjahr bei 2,5%. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31.12.2023 29,4% und lag unter dem Vorjahreswert (2022: 29,7%). Zum Stichtag 31.12.2023 beliefen sich die Nettofinanzschulden auf EUR 1.767,3 Mio. (2022: EUR 1.871,8 Mio.). Der Nettoverschuldungsgrad wurde auf 3,3x reduziert (2022: 3,5x).

Marco Walker, CEO von Asklepios, zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Angesichts eines anspruchsvollen Marktumfelds betrachten wir eine Herausforderung auch als Gelegenheit für Fortschritt. Wir gehen bewusst neue Wege und haben eine klare Strategie, die Gesundheitsversorgung kontinuierlich zu optimieren. Die Digitalisierung steht hierbei im Fokus unserer Überlegungen.”

Mehr Patienten und mehr Vollzeitkräfte

Vor allem die neue Rekrutierungsstrategie scheint aufzugehen. Die Anzahl der Vollzeitkräfte ist im Vergleich zu 2022 von 49.103 auf 49.425 gestiegen. Zudem seien in 164 Gesundheitseinrichtungen in 2023 rund 3,5 Millionen Patienten behandelt worden, rund 100.000 mehr als 2022.

Dass 2024 weitere Herausforderungen warten und auch die Krankenhausreform für zusätzliche Unsicherheit sorgt, weiß man bei Asklepios. Dennoch sieht man sich als starker Krankenhauskonzern mit stabiler Gesellschafterstruktur für bevorstehende Aufgaben strukturell gut aufgestellt. „Asklepios ausgewogene Finanzierungsstrategie ermöglicht es, makroökonomischen Schwankungen und strukturellen Herausforderungen effektiv zu begegnen,” erklärt CFO Hafid Rifi. „Vor dem Hintergrund der anstehenden Krankenhausreform und den zu erwartenden hohen Belastungen für unsere Gesundheitseinrichtungen ist unsere stabile Kapitalstruktur besonders wichtig.”

Asklepios erwartet, dass sich der Ukraine-Krieg, die dadurch ausgelösten Preissteigerungen und die allgemeine Kosteninflation auch weiterhin auf die Geschäfts- und Leistungsentwicklung im Jahr 2024 auswirken werden. Insgesamt rechnet Asklepios im Geschäftsjahr 2024 jedoch mit einer stabilen Umsatz- und Ertragsentwicklung.

 

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