Arbeitsniederlegung an Unikliniken

by | Jan 18, 2024

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Nach der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit, die gestern zu Ende gegangen ist, ruft der Marburger Bund seine Mitglieder nun zum Streik auf.

 

Die Ankündigung stand schon seit einer Woche im Raum: Verläuft die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit mit den Arbeitgebern nicht konstruktiv, wird gestreikt. Und genau das werden die rund 20.000 Mediziner in bundesweit 23 Universitätskliniken am 30. Januar nun tun. Der Marburger Bund hat seine Mitglieder zu dem Ausstand aufgerufen, teilte die Ärztegewerkschaft in Berlin mit. Eine zentrale Warnstreik-Kundgebung soll in Hannover stattfinden.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) weigere sich, grundlegende Verbesserungen der Tarif- und Arbeitssituation von Ärztinnen und Ärzten in Universitätskliniken zu vereinbaren, so der Marburger Bund. „Die Länder lassen die Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken im Regen stehen”, sagte der Vizechef der Ärztegewerkschaft, Andreas Botzlar.

Die TdL müsse erkennen, wie groß der Handlungsbedarf sei, um den ärztlichen Dienst an den Unikliniken wieder attraktiver zu machen. „Ohne substanzielle Verbesserungen wird der Unmut der Ärztinnen und Ärzte noch größer werden”, sagte Botzlar.

In den Verhandlungen mit der TdL fordert der Marburger Bund 12,5 Prozent mehr Gehalt bezogen auf ein Jahr sowie höhere Zuschläge für Regelarbeit in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen. Die geforderte lineare Erhöhung begründete der Marburger Bund mit der Inflation und dem Ziel, den Gehaltsabstand zu anderen Krankenhausträgern aufzuholen. (Quelle: dpa)

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