App-Daten für die Migräneforschung

von | Nov. 22, 2024

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Die Universität Genf schließt sich mit dem US-Unternehmen Aptar Digital Health zusammen, um die Migräneforschung voranzutreiben. Basis für die Studie ist die App Migraine Buddy mit 3,7 Millionen Nutzern weltweit.

 

3,7 Millionen Nutzer in 132 Ländern – eine ideale Basis, um Migränepatienten für eine Studie zu rekrutieren. Das haben sich vermutlich auch die Forscher des Quality of Life Technologies Lab der Universität Genf gedacht und sich mit Aptar Digital Health zusammengeschlossen, um deren App Migraine Buddy für eine großangelegte Studie zu nutzen. Ziel der Studie ist es, Verbindungen zwischen digitalen Biomarkern im Alltagsleben und Migräne zu untersuchen. Denn Lebensstilfaktoren können Migräne-Ereignisse und Schweregrad beeinflussen, so die Vermutung der Forscher. Sämtliche Daten sollen dann auch über die App gesammelt werden.

Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, von der schätzungsweise zwölf Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Meist führt sie zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität und hohen Fehlzeiten der Betroffenen im Job oder der Schule. Auch Depressionen oder Angstzustände sind keine Seltenheit. Noch sind die zugrunde liegenden biologischen Mechanismen der Migräne nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass sich wiederholende Verhaltensweisen im täglichen Leben bei der Auslösung von Anfällen und der Beeinflussung ihrer Schwere eine Rolle spielen können. Und genau das soll die Studie nun genauer untersuchen.

Dafür werden wichtige Parameter wie Herzfrequenz, Schlafmuster oder auch tägliche Aktivitäten der Teilnehmer an der einjährigen Studie überwacht. Die Probanden werden außerdem gebeten, Umfragen zur Lebensqualität und zu Migräne vierteljährlich auszufüllen, um ihren Gesamtzustand zu verfolgen.

Die Zusammenarbeit stellt eine Chance in der Migräneforschung dar, um wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, die zu einem besseren Verständnis und Behandlungsmöglichkeiten für Migränepatienten weltweit führen könnten, sind beide Seiten überzeugt. Und Alexandre Urani, Head of Clinical Product Development bei Aptar Digital Health, ist gespannt auf die möglichen Erkenntnisse der Studie, die hoffentlich „positiven Auswirkungen für Migränepatienten haben wird.”

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