Der Deutsche Apothekerverband und der Bundesverband Deutscher Apotheken-Softwarehäuser wollen die nächste Ausbaustufe der ePA aktiv mitgestalten.
Die elektronische Patientenakte ePA soll für Nutzer intuitiver und effizienter werden. Darauf haben sich der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der Bundesverband Deutscher Apotheken-Softwarehäuser (ADAS) nun in einer Absichtserklärung verständigt. Gemeinsam wollen sie so die nächste ePA-Ausbaustufe, deren Pilotierung am 15. Juli gestartet ist, aktiv mitgestalten. Die Ausbaustufe an sich sieht vor allem vor, die bislang automatisch mit E-Rezepten befüllte elektronische Medikationsliste (eML) in ihrer Funktion zu erweiterten und die ePA um den elektronischen Medikationsplan (eMP) zu ergänzen.
Der DAV versteht sich dabei als fachlicher Impulsgeber im Auftrag der mehr als 16.000 Apotheken, die sich praxisnahe Prozesse und betriebsspezifische Abläufe für den Umgang mit der ePA wünschen. Der ADAS fungiert als Schnittstelle zu seinen sieben Mitgliedsunternehmen, die gemeinsam definierte Ziele und Standards jeweils technisch in ihren eigenen Produkten umsetzen.
„Die elektronische Patientenakte geht in die nächste Ausbaustufe und die Apotheken wollen die neue Stufe der Digitalisierung aktiv mitgestalten”, sagt DAV-Vorsitzender Dr. Hans-Peter Hubmann: „Der Deutsche Apothekerverband und der Bundesverband Deutscher Apotheken-Softwarehäuser wollen nicht nur die Mindestanforderungen an die ePA und den eMP umsetzen. Beide Partner wollen den Apotheken auch einen nutzerfreundlichen und effizienten Umgang mit den Medikationsdaten in der ePA ermöglichen, um diese bestmöglich nutzen zu können.”
Als Beispiel nennt Dr. Hubman die Einbindung des eMP in den Prozess der Rezeptbelieferung, über die beispielsweise Wechselwirkungen mit anderen Medikationen auf dem eMP erkannt werden sollen. Ein anderes Beispiel sei die aufwandsarme Anpassung der Dosierungsangaben bei einem Medikamentenaustausch auf Grund eines Lieferengpasses, so dass die geänderte Dosierung ohne doppelte Eingabe automatisch in die Medikationsliste und auch in den Medikationsplan übernommen werden könne. „Je schneller und praktischer die Apothekenteams den elektronischen Medikationsplan verarbeiten und aktualisieren können, umso mehr Zeit bleibt für die fachliche Beratung der Patientin oder des Patienten.“ Wichtig hierfür sei jedoch eine individuell auf die Arbeitsprozesse in der Apotheke angepasste Software: „Sie hilft nicht nur den Apothekenteams, sondern bringt die Mehrwerte der ePA – wie eine Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit – zu den Menschen.”


