Der aktuelle APOkix der IFH Köln zeigt: Die Digitalisierung ist in Apotheken bei fast der Hälfte der Befragten bereits weit fortgeschritten.
Ob Prozessoptimierung oder Kundenbindung: Der Einsatz digitaler Technologien bietet Apotheken eine Vielzahl an Möglichkeiten. Das zeigt die aktuelle Ausgabe des APOkix, für den sich die IHK Köln im April den Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) in Apotheken gewidmet hat. Ein Großteil der befragten Apothekeninhaber ist sich sicher: Ohne den Einsatz digitaler Technologien wird es schwierig, in der Apothekenbranche wettbewerbsfähig zu bleiben (86 Prozent). Mehr als drei Viertel schreiben KI das Potenzial zu, die Qualität der Arzneimittelversorgung verbessern zu können (77 Prozent).
Technologie bereits im Einsatz
Fast die Hälfte der Befragten stuft den Digitalisierungsgrad der eigenen Apotheke als weit oder sehr weit fortgeschritten ein (47 Prozent), 49 Prozent als durchschnittlich, fünf Prozent als wenig oder gar nicht weit fortgeschritten. Am häufigsten angeboten werden Online-Vorbestellmöglichkeiten mit Abholung in der Apotheke (89 Prozent) oder Zustellung durch den Botendienst (84 Prozent). Dahinter folgt die Anbindung an digitale Apothekenplattformen wie ihreapotheken.de oder gesund.de (74 Prozent). Rund die Hälfte der Befragten setzt auf Apotheken-Apps (51 Prozent) und Social Media (47 Prozent). Die Bedeutung digitaler Kundenservices wird laut dem Großteil der Befragten weiter zunehmen (95 Prozent).
KI: Potenzial und Herausforderung zugleich
Während die meisten Apothekeninhaber digitale Services in ihren Apothekenalltag integriert haben, steht die Nutzung von KI noch am Anfang: Aktuell setzen 13 Prozent KI in der Apotheke ein. Jedoch wird KI in Zukunft nach Meinung von 81 Prozent auch im Apothekenbereich viele neue Möglichkeiten eröffnen und Prozesse schneller, sicherer und effizienter machen. Als Einsatzgebiete werden die Optimierung von Bestellprozessen und des Bestandsmanagements (86 Prozent), die Analyse von Patientendaten zur Unterstützung der Arzneimitteltherapie (76 Prozent) und die Auswertung von Kundendaten zu Marketingzwecken (75 Prozent) am häufigsten genannt. Die größten Herausforderungen bei der Anwendung von KI in Apotheken sehen die Befragten in Haftungsrisiken und unklaren gesetzliche Regelungen, 42 Prozent sehen hierin eine sehr große Herausforderung. Aber auch die Bedenken rund um Datenschutz und -sicherheit (38 Prozent) sowie mangelnder Beherrschbarkeit und Transparenz von KI-Technologien (35 Prozent) sind groß.
Der Index für die aktuelle Geschäftslage sinkt im April um 7,5 Punkte von 75,0 auf 67,5 Punkte. Der Index der Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate steigt von 59,1 Punkten im März auf 66,7 Punkte im April.


