Anpassung des Orientierungswertes

von | Sep. 16, 2024

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Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband haben sich auf eine Erhöhung des Orientierungswertes geeinigt. 2025 fließen damit zusätzliche rund 1,7 Milliarden Euro in die ambulante Versorgung.

 

Auf ein Plus von 3,85 Prozent für den Orientierungswert (OW) konnten sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband heute im Bewertungsausschuss einigen. Der OW bestimmt die Preise für ärztliche und psychotherapeutische Leistungen. Damit fließen für 2025 zusätzlich circa 1,7 Milliarden Euro in die ambulante Versorgung. Insgesamt werden die gesetzlichen Krankenkassen für die ärztliche Behandlung ihrer Versicherten in der ambulanten Versorgung im Jahr 2025 voraussichtlich etwa 49 Milliarden Euro ausgeben.

Laut Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, reagiere man mit der Honorarerhöhung auf die aktuelle Ausgabensituation in den Arztpraxen, ohne die angespannte Finanzsituation der Kassen außer Acht zu lassen: „Unter den gegebenen Rahmenbedingungen sind 1,7 Milliarden Euro zusätzlich eine beachtliche Summe aus den Portemonnaies der Beitragszahlenden. Damit unsere Versicherten ambulant gut versorgt werden, müssen aber auch Inflation und Fachkräftemangel in Arztpraxen finanziell ausgeglichen werden.“ Die diesjährigen Verhandlungsergebnisse würden außerdem zeigen, dass sich die Selbstverwaltungspartner der gemeinsamen Verantwortung bewusst seien und gerade auch in schwierigen Lagen zusammenarbeiten und handlungsfähig bleiben.

Und Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), ergänzt: „Diese Einigung steht für die gemeinsame Verantwortung von KBV und GKV in einem sehr schwierigen politischen Umfeld. Sie ist kein Grund zum Jubeln und wird von vielen als unzureichend empfunden werden, ist aber ein deutliches Signal in Richtung Bundesgesundheitsminister.“ Ferner betont er, dass ohne die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in den Praxen eine gute Gesundheitsversorgung unmöglich sei. „Das erkennen auch die Krankenkassen, die durch die milliardenschweren und vom Bundesgesundheitsminister einseitig forcierten Milliardensubventionen für die Krankenhäuser belastet werden.“

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