Akzeptanz für Digitalisierung im Gesundheitswesen lässt nach

von | Nov. 1, 2024

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Eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte zeigt, dass wieder deutlich mehr Bundesbürger der Digitalisierung im Gesundheitswesen skeptisch gegenüberstehen.

Die Zustimmung zu wesentlichen Elementen der Digitalisierung im Gesundheitswesen lässt nach, wie eine aktuelle Befragung von Deloitte zeigt. Zwar geben nach wie vor 67 Prozent der Menschen im Land an, sie würden der elektronischen Patientenakte (ePA) wahrscheinlich oder bestimmt nicht widersprechen. Allerdings sind das fünf Prozentpunkte weniger als noch vor einem Jahr.

Hingegen ist der Anteil derer, die der elektronischen Patientenakte skeptisch gegenüberstehen, leicht gestiegen. Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) will wahrscheinlich oder bestimmt von seiner Opt-out-Option Gebrauch machen und der automatischen Einführung der ePA durch die Krankenkasse widersprechen. Damit läge das Bundesgesundheitsministerium hinter dem selbstgesteckten Ziel, dass die ePA bis Ende 2025 von 80 Prozent der Versicherten genutzt wird.

Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1.000 Verbrauchern im August 2024. Bereits 2023 hatte Deloitte eine vergleichbare Befragung zur Digitalisierung im Gesundheitswesen durchgeführt.

Zweifel am Zusatznutzen

Insbesondere bei den Jüngeren wächst die Skepsis. Waren im vergangenen Jahr noch 45 Prozent der 18- bis 24-Jährigen der Meinung, dass sie der ePA-Nutzung wahrscheinlich oder bestimmt nicht widersprechen würden, so sind aktuell nur noch 37 Prozent dieser Ansicht.

Über alle Altersklassen hinweg beruht die Skepsis vor allem auf Sorgen um die Datensicherheit und den unklaren Zusatznutzen. 58 Prozent der Befragten befürchten, dass ihre Daten nicht ausreichend sicher sind. Etwa genauso viele (55 Prozent) haben Zweifel am Zusatznutzen und nennen dies als Grund für ihre ablehnende Haltung.

Doch das Bild ist nicht einheitlich. Die meisten Verbraucher sind sich bewusst, dass Gesundheitsdaten einen erheblichen Mehrwert in der Forschung sowie der Entwicklung von personalisierten Behandlungsmethoden haben. 83 Prozent der Befragten sehen grundsätzlich einen Vorteil in der Nutzung von Gesundheitsdaten. Konkret erhoffen sich 60 Prozent eine bessere Versorgung; 44 Prozent erwarten geringere Beiträge zur Krankenversicherung. Doch die Bereitschaft, eigene Daten beizutragen, ist gering. Lediglich 47 Prozent bezeichnen sich selbst als offen oder sehr offen für das Teilen ihrer Gesundheitsdaten.

„Die Befragung zeigt: Wir müssen die Menschen stärker über die Vorteile eines umfassend digitalisierten Gesundheitswesens aufklären und den Mehrwert zum Beispiel der elektronischen Patientenakte greifbar machen”, sagt Ibo Teuber, Partner bei Deloitte und zuständig für den Gesundheitssektor. Das sei eine der Voraussetzungen für den Erfolg der ePA und die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens.

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