Agaplesion erwirtschaftet 2025 Überschuss von 28,5 Millionen

von | Aug. 14, 2026

Zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2025 – der Vorstand der Agaplesion gAG. Quelle: Agaplesion

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Mit einem Plus von 28,5 Millionen Euro hat die Agaplesion gemeinnützige Aktiengesellschaft ihr Geschäftsjahr 2025 abgeschlossen – auch, weil man Handlungsspielräume genutzt habe.

 

Als klares Zeichen dafür, dass man „in unsicheren Zeiten die Handlungsspielräume konsequent und erfolgreich“ genutzt habe, wertet der Vorstandsvorsitzende der Agaplesion gemeinnützigen Aktiengesellschaft Dr. Markus Horneber den Jahresüberschuss von 28,5 Millionen Euro, den sein Haus im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaften konnte. Außerdem stiegen die Umsatzerlöse im vergangenen Jahr um 236,9 Millionen auf 2,2 Milliarden Euro an. Das ist ein Plus von 12,2 Prozent.

„In der Gesundheitsbranche ist der stetige Wandel der aktuelle Ist-Zustand“, betont Dr. Horneber: „Als christliches Unternehmen nutzen wir die Spielräume.“ Dabei übernehme man gerne Verantwortung für die Versorgung kranker und alter Menschen, so Dr. Horneber: „Wir sind kreativ und innovativ. Gerade weil die Spielräume durch gesetzliche Vorgaben und Bürokratie enger werden.“

Und hier ist man bei Agaplesion tatsächlich sehr aktiv, wie ein Blick auf die weiteren Zahlen aus dem Berichtsjahr zeigen. Rund 260.000 Patienten wurden stationär und teilstationär sowie rund 765.000 Patienten ambulant in Agaplesion-Einrichtungen behandelt. Die insgesamten Pflegetage belaufen sich auf 1,2 Millionen. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich von 22.471 auf 23.270 erhöht.

Bemerkenswert sind außerdem die 99,4 Millionen Euro, die in Gebäude, Medizintechnik, Digitalisierung und moderne Versorgungsangebote investiert wurden, davon 67,9 Millionen Euro aus Eigenmitteln. Zudem hat der Konzern keine Schulden, sondern eine Nettoliquidität von 34,7 Millionen Euro, auch das aktuell eher eine Seltenheit innerhalb der deutschen Kliniklandschaft.

Hebel höhere Fallzahlen

Interessant ist allerdings auch, dass 2025 im Vergleich zum Vorjahr 9.428 Fälle mehr im stationären und teilstationären Bereich behandelt wurden. Ab 2028 fällt dieser bisher gern genutzte Hebel höherer Fallzahlen mit der im KHVVG verankerten Vorhaltefinanzierung dann weg. Gleichzeitig hat man bei Agaplesion im Berichtszeitraum aber auch 51.883 mehr ambulante Behandlungen durchgeführt als im Vorjahr (insgesamt 765.518).

Das organische Wachstum betrug 11,1 Prozent (Vorjahr 9,3 Prozent). Die Erlössteigerung begründet man im Wesentlichen mit einer sehr guten Leistungsentwicklung in allen Bereichen, der Erhöhung der Landesbasisfallwerte unter Berücksichtigung einer Tarifveränderungsrate für das Jahr 2024 sowie durch positive Verhandlungsergebnisse in den Budgetverhandlungen mit den Sozialleistungsträgern.

Insgesamt belaufen sich die Konzernerträge inklusive sonstiger betrieblicher Erträge, anderer aktivierter Eigenleistungen und Bestandsveränderungen auf 2,4 Milliarden Euro (Vorjahr 2,1 Milliarden Euro). Darin enthalten sind Fördermittel nach dem KHG von insgesamt 129,9 Millionen Euro (Vorjahr 52,5 Millionen Euro).

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