ABDA beschließt bundesweiten Protesttag

von | Feb. 26, 2026

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Um Honorarerhöhungen durchzusetzen, ruft die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zu einem bundesweiten Protesttag am 23. März auf.

 

Ein ganzer Tag an dem bundesweit alle Apotheken geschlossen sind – dazu ruft die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am 23. März 2026 auf. Beschlossen wurde der bundesweite Protest  auf der gestrigen Mitgliederversammlung. Die Versorgung sollen an dem Tag Notdienst-Apotheken übernehmen. Außerdem werden die  Landesapothekerverbände in den Städten Berlin, Hannover, München und Düsseldorf zentrale Kundgebungen sowie Demonstrationen organisieren, heißt es von der ABDA.

„Wir wehren uns dagegen, dass die Apotheken kaputtgespart werden“, begründet ABDA-Präsident Thomas Preis die Protestaktion und rechnet vor: „Unsere Kosten sind in den letzten 13 Jahren um 65 Prozent gestiegen – die Vergütung hingegen stagniert. Deswegen mussten seit 2013 fast 20 Prozent der Apotheken schließen.“

Ein Ende dieser Schließungswelle sieht Preis nicht. Deshalb fordert er die Bundesregierung zum Handeln auf: „Unser packungsbezogenes Honorar wird von der Bundesregierung festgelegt. Der Koalitionsvertrag sieht eine Erhöhung der Vergütung von 8,35 auf 9,50 Euro pro Packung vor. Die Politik muss jetzt zu Ihrer Zusage stehen. Ohne Wenn und Aber. Sonst wird die brandgefährliche Schließungswelle der Apotheken ungebremst weitergehen.“

Neben den Protestmaßnahmen hat die ABDA-Mitgliederversammlung auch eine Resolution verabschiedet, in der die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen aufgefordert wird, die Apotheken unverzüglich wirtschaftlich zu stärken. In der ABDA-Resolution warnt die Apothekerschaft vor aktuellen systemgefährdenden Plänen der Bundesregierung bei der Arzneimittelversorgung. Konkret geht es um die „Apotheke ohne Apotheker“, gegen die sich die ABDA bereits seit rund zwei Jahren wehrt. „Eine Apotheke ohne ständig anwesende Apothekerin oder Apotheker ist ein gefährlicher Irrweg. Verlierer wären Patientinnen und Patienten und die Arzneimitteltherapiesicherheit“, ist sich Preis sicher. Über den dazugehörigen Entwurf des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) soll am Freitag dieser Woche erstmals im Bundestag beraten werden.

Bereits Ende Januar hat die ABDA die Kampagne „Uns gibt es nicht zum Nulltarif!“ gestartet, mit der in den Apotheken und auf öffentlichen Werbeflächen auf die chronische Unterfinanzierung der Apotheken hingewiesen wird. Am Montag ist zudem eine bundesweite Online-Petition gestartet, mit der sich Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt und die Stärkung der Apotheken aussprechen können.

  

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