Mit Nimble Therapeutics will Abbvie die eigene Immunologiepipeline stärken. 200 Millionen US-Dollar ist das dem Pharmakonzern wert.
Schon wieder möchte man fast sagen schlägt Pharmakonzern Abbvie im Biotech-Sektor zu. Dieses Mal ist Nimble Therapeutics und sein in einer frühen Phase der klinischen Entwicklung steckender oraler IL23R-Peptidinhibitor, ein Interleukin-23-Rezeptor gegen Schuppenflechte, das Ziel. Mit diesem und weiteren Peptidkandidaten mit Potenzial für verschiedenen Autoimmunerkrankungen will Abbvie die eigene Immunologiepipeline stärken. Dafür legt AbbVie zunächst 200 Millionen US-Dollar für Nimble auf den Tisch, vorbehaltlich üblicher Anpassungen und zusätzlich zu bestimmten Zwischenzahlungen.
Nimble wird derzeit vor allem von den Gründungsinvestoren Telegraph Hill Partners und Roche Ventures unterstützt. Die Aktionäre von Nimble haben weiterhin Anspruch auf eine potenzielle Zahlung, die vom Erreichen eines Entwicklungsmeilensteins abhängt. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt, dass die üblichen Abschlussbedingungen erfüllt werden.
Für Abbvie sei die Übernahme vor allem eine wichtige Wachstumsmöglichkeit, sagt Dr. Jonathon Sedgwick, Senior Vice President und Global Head of Discovery Research bei AbbVie: „Gemeinsam haben AbbVie und Nimble das Potenzial, den erheblichen ungedeckten medizinischen Bedarf von Menschen mit Autoimmunerkrankungen zu decken.“
Der IL23R-Inhibitor von Nimble, der sich in der präklinischen Phase befindet, ist ein orales Prüfpräparat zur Behandlung von Psoriasis und entzündlichen Darmerkrankungen (IBD). IL23R ist ein klinisch validiertes therapeutisches Zielmolekül bei bestimmten Autoimmunkrankheiten und ein wichtiger Faktor bei der Entstehung und dem Fortschreiten von Schuppenflechte und entzündlichen Darmerkrankungen durch verstärkte Entzündungen und verstärkte Immunreaktionen.


