77. Weltgesundheitsversammlung in Genf

by | May 27, 2024

WHO / Pierre Albouy

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Von heute Montag bis einschließlich Samstag tagt in Genf die 77. Weltgesundheitsversammlung. Ob das höchste Entscheidungsorgan der WHO zu Beschlüssen kommt, ist fraglich. Eine Pandemievereinbarung kam am Freitag nicht zustande. 

 

In Genf startet heute die Weltgesundheitsversammlung – das höchste Entscheidungsorgan der Weltgesundheitsorganisation WHO. Bis Samstag tagen die Mitgliedstaaten bei dieser seit 77 Jahren jährlich stattfindenden Versammlung. Ob nach der Woche jedoch auch konkrete Ergebnisse präsentiert werden können, bleibt abzuwarten. Denn Verhandlungen über ein internationales Pandemie-Abkommen, über das seit zwei Jahren diskutiert wurde, gingen am Freitag ergebnislos zu Ende.

WHO-Generalsekretär Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus gibt die Hoffnung auf eine Einigung allerdings noch nicht auf: „Wir müssen die Weltgesundheitsversammlung nutzen, um uns neue Kraft zu geben und die anstehende Aufgabe zu Ende zu bringen, nämlich der Welt ein generationenübergreifendes Pandemieabkommen zu präsentieren.”

Was positiv stimmt: Die WHO hat am Sonntag ihre allererste Investitionsrunde angekündigt. Sie ist Teil eines umfassenden Plans, die Finanzierung der Organisation umzugestalten und sie auf künftige Herausforderungen wie den Klimawandel, Massenmigration, den demografischen Wandel oder eben auch Pandemien vorzubereiten. Die Investitionsrunde soll im Rahmen einer einjährigen Reihe von Veranstaltungen Mitgliedstaaten und andere Geber motivieren, Mittel für die WHO-Strategie 2025 bis 2028 bereitzustellen. Der große Höhepunkt sei eine Veranstaltung in Brasilien im Umfeld des G20-Gipfels im November.

Es gehe darum, die vollständige Finanzierung der WHO sicherzustellen und die Qualität der zur Verfügung stehenden Mittel zu verbessern, betont Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus: „Ein Großteil der Mittel, die wir erhalten, ist unvorhersehbar, reaktiv und eng definiert. Die Investitionsrunde zielt darauf ab, dies zu ändern, indem die Finanzierung flexibler, vorhersehbarer und widerstandsfähiger gestaltet wird.” Vorgestellt werden soll die Finanzierung am morgigen Dienstag und idealerweise dazu beitragen, dass zwischen 2025 und 2028 40 Millionen Leben gerettet werden können. Brasilien, Frankreich, Deutschland, Norwegen und Katar haben ihre Unterstützung für die Fit-for-Future-Finanzierungsstrategie bereits erklärt.

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