In Belfast soll an der Queen’s University ein neues Future Medicine Institute entstehen – finanziert von der Regierung und Industriepartnern mit initial umgerechnet über 66 Millionen Euro.
Es geht um Präzisionsmedizin, neue Forschung und einen Zusammenschluss von Industrie und Wissenschaft. Der nordirische Wirtschaftsminister Conor Murphy ruft das an der Queen’s University in Belfast angesiedelte Future Medicines Institute (FMI) ins Leben. Umgerechnet rund 66 Millionen Euro fließen initial in die von Industriepartnern geleitete Kooperationsinitiative.
Das FMI wird von einem Konsortium von Unternehmen – darunter Diaceutics, Sonrai Analaytics oder Hirani – im Bereich der Präzisionsmedizin getragen und von führenden Wissenschaftlern der Queen’s University Belfast und der Ulster University unterstützt, um Innovation und Produktivität in der Präzisionsmedizin voranzutreiben und dabei auf dem guten Ruf Nordirlands in den Bereichen Diagnostik und Therapie aufzubauen.
„Diese Investition in Höhe von 55 Millionen Pfund in das Future Medicines Institute ist ein Meilenstein für die Präzisionsmedizin im Norden, der die Biowissenschaften und Gesundheitswissenschaften stärken und die Rolle der Region bei der weltweiten Innovation im Gesundheitswesen festigen wird“, ist Murphy überzeugt. „Das FMI wird die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Wissenschaft und Gesundheitswesen fördern, um die Entwicklung neuer Medikamente und Diagnostika zu beschleunigen und das Wachstum unserer Wirtschaft voranzutreiben.“
Das Industriekonsortium hat von der nordirischen Regierung 35 Millionen Pfund (rund 42 Millionen Euro) für das FMI erhalten, wobei die Konsortiumsmitglieder weitere 20 Millionen Pfund (etwa 24 Millionen Euro) beisteuern. Damit wird eine breite Palette von gemeinsamen F&E-Aktivitäten zwischen den Unternehmen und Universitäten finanziert. Außerdem wird innerhalb der Queen’s University Belfast ein gemeinsames Labor eingerichtet, in dem Industrie und Wissenschaft zusammenarbeiten und Zugang zu Spitzentechnologien erhalten können.
An der Queen’s University freut man sich auf die Zusammenarbeit mit Industrie und Ulster University, wie Vizekanzler Prof. Ian Greer betont. Er ist überzeugt, dass so ein Cluster für Innovation, Talententwicklung und globale Partnerschaften entstehen kann.
Ryan Keeling, CEO von Diaceutics PLC, sagt zum Engagement seines Unternehmens: „Das Future Medicines Institute ist ein entscheidender Schritt nach vorn für die Präzisionsmedizin. Für Diaceutics bietet diese Zusammenarbeit die Möglichkeit, datengestützte Erkenntnisse und Spitzentechnologie zu nutzen, um die Ergebnisse im gesamten Gesundheitssektor zu verbessern. Indem wir uns im Rahmen des FMI mit anderen lokalen Unternehmen zusammenschließen, stärken wir die Rolle Nordirlands als Vorreiter in der Präzisionsmedizin.“
UK Research & Innovation (UKRI) wird die Durchführung der Projekte innerhalb des FMI leiten.



