30 Millionen Euro zur Erforschung gesunden Alterns

by | May 7, 2024

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Forscher der Universitäten Wien und Graz wollen herausfinden, ob und wie sich gesundes Altern regulieren lässt. Mit 18 Millionen Euro fördert nun der österreichische Wissenschaftsfonds FWF das Projekt.

 

Welche Auswirkungen hat der Stoffwechsel auf altersbedinge Krankheiten? Dieser Frage geht das Excellenzcluster MetAGE – Metabolic Control of Aging and Disease nach und bekommt für die Forschung nun knapp 18 Millionen Euro vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF sowie vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

MetAGE ist ein Zusammenschluss von Forschern der Universitäten Wien und Graz. Ziel des Großforschungsprojekts ist, den altersbedingten Verlust der Stoffwechselkontrolle sowohl beim Menschen als auch in Modellorganismen besser zu verstehen. Die Wissenschaftler untersuchen, wie Störungen der Stoffwechselkontrolle das Risiko altersbedingter Krankheiten beeinflussen. Gleichzeitig werden gezielte Interventionen in der Ernährung klinisch getestet. Das Besondere an MetAGE ist, dass die über Grundlagenforschung gewonnenen Erkenntnisse direkt in die klinische Forschung überführt werden. Das stärke den Präventionsgedanken, glauben die Forscher.

Vernetzte Forschung

„Die Vernetzung von Altersforschung am Menschen mit Grundlagenforschung bildet den Kern unseres Exzellenzclusters“, betont Frank Madeo von der Universität Graz und Director of Research des Clusters. Und der sei wichtig. Denn während die Lebenswertartung allgemein steigt, nimmt die gesunde Lebensspanne nicht in gleichem Ausmaß zu. Heißt übersetzt: Das Risiko für altersassoziierte Erkrankungen erhöht sich. „Unser Projekt zielt vor allem auf eine Verlängerung der Gesundheitsspanne, das heißt auf möglichst viele aktive und lebensfrohe Jahre“, sagt Madeo über die Ziele des Konsortiums.

Michaela Fritz, Vizerektorin für Forschung und Innovation der Medizinischen Universität Wien, hebt den anwendungsbezogenen Aspekt von MetAGE hervor. „Ich bin überzeugt, dass es diesem exzellenten Konsortium gelingen wird, das Verständnis von altersbedingten Erkrankungen zu verbessern und diese Erkenntnisse direkt in der Versorgung der Patientinnen und Patienten anzuwenden.“

Dafür machen auch beide Universitäten finanzielle Ressourcen für das Exzellenzcluster frei. Insgesamt fließen 30 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren in MetAGE, der Anteil des Wissenschaftsfonds FWF liegt bei 60, die Eigenmittel beider Universitäten bei 40 Prozent.

 

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