1,2 Millionen Pre-Seed für Univa Health

von | Okt. 8, 2024

Anhoren

Teilen

 

Deutsch-österreichisches Investment in Großbritannien: Univa Health bekommt in einer Pre-Seed-Runde 1,2 Millionen Euro von YZR Capital und Calm/Storm Ventures.

 

Das Londoner Startup Univa Health ist angetreten, um Essstörungen zu bekämpfen und bekommt dafür nun 1,2 Millionen Euro Pre-Seed-Kapital. Die deutsche YZR Capital hat die Investitionsrunde angeführt und dabei Unterstützung von Calm/Storm Ventures aus Österreich bekommen. Damit sind zwei der aktivsten europäischen Healthtech-Investoren auf Univa Health aufmerksam geworden.

Mit dem Pre-Seed-Kapital soll Univas digitale Pflegeplattform weiterentwickelt und kommerzialisiert werden. Zudem wird mit dem Geld auch die erste klinische Studie finanziert, die Univa jetzt im Oktober mit dem britischen National Health Service startet. Die Markteinführung der Plattform ist derzeit für Anfang 2025 geplant, weshalb ferner auch das Team von Univa weiter auf- und ausgebaut werden muss.

Neue Volkskrankheit Essstörung?

Was die Kapitalgeber außerdem überzeugt haben dürfte: Allein in den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Essstörungen in Großbritannien um 84 Prozent, in den USA um 121 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sind Essstörungen schwer zu behandeln, weil sie sehr heterogen und damit nicht einheitlich zu behandeln sind.

Deshalb sein ein radikales Umdenken bei der Versorgung von Essstörungen dringend nötig, glaubt Mitgründer und CEO von Univa Rich Andrews: „Unser Ziel ist es, die Behandlungspfade zu revolutionieren, indem wir Instrumente bereitstellen, die den Ärzten die nötige Unterstützung geben und aussagekräftige Ergebnisse liefern.“ Idealerweise halte man Menschen mit Essstörungen dafür aus dem Krankenhaus heraus. So sei eine bessere langfristige Genesung möglich und es können Kosten gespart werden.

Konkret will man dafür eine Reihe digitaler Werkzeuge anbietet, um das Management, die Überwachung und die Behandlung von Essstörungen zu verbessern. Dazu gehören maßgeschneiderte therapeutische Programme, KI-gesteuerte Gesundheitsüberwachungsfunktionen und echte Geschichten von Menschen, die Essstörungen durchlebt haben, die über vernetzte Apps sowohl für Patienten als auch für ihre Betreuer bereitgestellt werden.

Familie und Freunde als Teil der Behandlung

Auch Freunde und Familie sollen in den Behandlungsprozess einbezogen werden. Auch das könne die klinischen Teams entlasten. Genau dieses adressieren von systemischen Herausforderungen im Gesundheitswesen sei es auch gewesen, was Calm/Storm überzeugt habe, zu investieren, betont der dortige Principal Johannes Blaschke: „Durch den Einsatz einer fortschrittlichen, personalisierten Plattform, die sowohl Patienten- als auch Pflegepersonal-Tools integriert, adressiert Univa einen der komplexesten und am stärksten unterversorgten Bereiche im Gesundheitswesen. Dank Richs und Joses umfassender Erfahrung im Bereich der digitalen Gesundheit und ihrer starken klinischen Partnerschaften sind wir zuversichtlich, dass ihre KI-gesteuerte Plattform die Ergebnisse für die von Essstörungen Betroffenen deutlich verbessern und gleichzeitig die Gesundheitssysteme weltweit entlasten wird.“ Dies sei genau die Art von mutiger, zweckorientierter Innovation im Gesundheitswesen, die man bei Calm/Storm mit Stolz unterstützt.

Das könnte Sie auch interessieren