1,2 Milliarden Euro für die Medizinische Universität Cottbus

von | März 6, 2025

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Die neu gegründete Universitätsmedizin in Cottbus soll zu einem Leuchtturm für die Region werden und erhält dafür eine 1,2 Milliarden Euro schwere Förderung vom Bund. 

 

Sie leiste einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel in der Region und stärke maßgeblich Gesundheitsforschung und -versorgung vor Ort. Dafür erhält die neu gegründete Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) in Cottbus nun 1,2 Milliarden Euro an Fördergeldern. Konkret kommen die Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Investitionsgesetz Kohleregion.

„Mit den Geldern werden wir in den nächsten Jahren unter anderem eine forschungsbezogene Infrastruktur aufbauen, eine über viele Jahrzehnte geplante Gesundheitsstudie Lausitz initiieren, erste Programme der Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses auf den Weg bringen und die von der Universitätsmedizin neu berufenen Professuren ausstatten“, erläutert Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Gründungsvorstand Wissenschaft an der MUL – CT, die Verwendung der Mittel.

Cottbus soll vor allem zu einem Leuchtturm in Sachen Digitalisierung und regionale Gesundheitsversorgung werden. Hier sollen klare Forschungsschwerpunkte entstehen. Genau dafür sei die neue Infrastruktur gedacht. Dafür arbeiten alle Disziplinen der MUL – CT am Aufbau eines interprofessionellen Zentrums für Gesundheitssystementwicklung.

„Nicht einfach die 40. Universitätsmedizin“

Zur Förderung erklärt Bundesforschungsminister Cem Özdemir: „Gute medizinische Forschung und Versorgung bilden die Grundlage für ein leistungsstarkes und zukunftsfähiges Gesundheitssystem in Deutschland. Deshalb fördert das BMBF den Aufbau der Forschung an der neu gegründeten Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem.“ Damit werd die regionale medizinische Ausbildung und Versorgung verbessert und der Forschungsstandort nachhaltig gestärkt. „Aus einem leistungsstarken Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft wird ein forschendes Universitätsklinikum des Landes Brandenburg, das medizinische Innovation befördert. Es ist ein Leuchtturmprojekt für den Strukturwandel in der Region. Mit dieser Förderung stärken wir die moderne, digital vernetzte Gesundheitsforschung der Zukunft.“

„Mit Gründung der MUL – CT haben wir nicht einfach die 40. Universitätsmedizin in Deutschland geschaffen – sondern die erste ihrer Art“, ist auch Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle überzeugt. „Sie wird als Herz der Modellregion Gesundheit Lausitz eine moderne, digitale und wohnortnahe Gesundheitsversorgung mit bundesweiter Strahlkraft entwickeln.“

Unterstützung für ehemalige Kohlereviere

Deutschland wird bis 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen. Deshalb unterstützt der Bund mit insgesamt 40 Milliarden Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen bis zum Jahr 2038 die Kohlereviere dabei, bestehende Potenziale zu nutzen und sich für die Zukunft neu aufzustellen. Ziel des 2020 in Kraft getretenen Investitionsgesetzes Kohleregionen ist es, Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung in diesen Regionen zu stärken, um eine nachhaltige Transformation der Regionen zu ermöglichen. Ein Bund-Länder-Gremium entscheidet über die Förderung neuer Bundesvorhaben.

Die Gesamtkosten für den Aufbau der Universitätsmedizin bis 2038 betragen rund 3,7 Milliarden Euro – den Großteil davon trägt der Bund im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen.

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